Die eigenen Gefühle zu unterdrücken, ist etwas, das wir Menschen sehr häufig machen. Kurzfristig ist es oft der einfachste Weg, um mit unangenehmen Erfahrungen zurechtzukommen, und ein Selbstschutzmechanismus unseres Körpers. Auf lange Sicht allerdings kann sich das Nicht-fühlen negativ auf das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit auswirken sowie zu Krankheiten führen. Daher ist es wichtig, auch unerwünschte Gefühle zuzulassen. Manchmal ist das einfacher gesagt, als getan. Denn wie soll das gehen, wenn du gar nicht weißt, wie du dich fühlst? Meine Liste mit 222 Emotionen unterstützt dich dabei, deine Gefühle einzuordnen.

Wenn wir unangenehme Gefühle vermeiden, können wir uns das wie einen Ball vorstellen, den wir unter die Wasseroberfläche drücken. Früher oder später schießt der Ball wieder hoch – möglicherweise schneller und kraftvoller als gedacht. Der gesündeste Weg, mit beispielsweise Ängsten, Stress, Traurigkeit oder Wut umzugehen, ist, sie von Anfang an zuzulassen statt gegen sie anzukämpfen oder sie zu ignorieren. Dann gehen sie auf natürliche Weise nach kurzer Zeit vorbei.

Je geübter du darin bist, deine Gefühle bewusst wahrzunehmen, desto besser lernst du dich selbst, also deine wahren Bedürfnisse und Wünsche, kennen. Das führt zu mehr Selbstvertrauen, und wenn du entsprechend deiner Bedürfnisse handelst, zu einer höheren Lebenszufriedenheit.

Liste mit möglichen Gefühlen und Emotionen

Zu Beginn mag es dir schwierig vorkommen, deine Gefühle zu beobachten und zu benennen. Vielleicht glaubst du, nichts zu fühlen, kannst das Gefühl nicht greifen oder fühlst ganz viel durcheinander. Meine Liste mit 222 negativen Emotionen sorgt für mehr Klarheit: Scrolle durch die Liste und achte darauf, mit welchem Gefühl du in Resonanz gehst, welches dich berührt – das ist dein Gefühl. Du findest die Liste am Ende dieses Beitrags zum Herunterladen als PDF- oder Bilddatei. Du kannst sie dir zum Beispiel in deinem Smartphone abspeichern oder ausdrucken. 


Guide-Book Ängste loslassen

Guidebook: Raus aus der Angst
10 Wege, wie du Ängste und innere Unruhe loslassen kannst
BESTELLEN

Und was dann?

Wenn du dein Gefühl identifiziert hast, ist das bereits ein großer Schritt: Du bist von der sogenannten passiven „Opfer“-Rolle in die aktive Beobachter-Rolle gewechselt. Als Beobachter deiner Innenwelt schaffst du ein Stück Distanz, und das fühlt sich bereits ein bisschen weniger unangenehm an. Je mehr du dir darüber bewusst wirst, was in dir los ist, umso weniger hast du das Gefühl, deinen Emotionen hilflos ausgeliefert zu sein. Du holst dir Abstand und Kontrolle zurück. Wenn du dich im Beobachten übst, wirst du feststellen, dass jedes Gefühl (genauso wie jeder Gedanke) früher oder später vorbeigeht.

Emotionen zulassen und kontrollieren

Wie kannst du nun deine Gefühle annehmen und zulassen? Die wichtigste Regel im Umgang mit deinen Emotionen lautet: Gefühle sind zum Fühlen da. Gespürt zu werden, ist ihre Aufgabe und Funktion. Frage dich mehrmals am Tag: Wie fühle ich mich gerade eigentlich? Lenke deine Aufmerksamkeit nach innen und sei offen dafür, was dort aufkommt. Versuche, das Gefühl beim Namen zu nennen. Frage dich, wo im Körper du das Gefühl spürst: als Kloß im Hals? Als Druck auf der Brust? Bleib ein paar Atemzüge bei dem Gefühl und beobachte es. Du kannst es auch fragen, was es dir sagen will. In der Regel trägt es eine Botschaft, ein Bedürfnis, in sich. Frage dich: Was brauchst du wohl in diesem Moment, damit es dir besser geht? Höre auf die Antwort. Und das ist es. Damit hast du bewusst gefühlt und das Gefühl hat seine Aufgabe getan. 

Deine Liste mit 222 Emotionen.

Lade dir die Liste als PDF- oder Bilddatei herunter:

 
Porträt Isabelle Müller-Pál

Als Mentaltrainerin unterstütze ich dich im Umgang mit deinen Gedanken und Gefühlen – sieh dir meine Onlinekurse an oder schreib mir für ein kostenloses Erstgespräch.

Das könnte dich auch interessieren:

Blogartikel:

Zur Blog-Übersicht


Blog-Updates abonnieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.