Warum Menschen nicht wissen was sie wollen

Viele Menschen wissen nicht, was sie wollen im Leben: Sie können ihre Wünsche, Träume und Ziele nicht benennen. Geht’s dir auch so? Und fragst du dich, warum das so ist? Ich wette, hinter deiner Unklarheit steckt mindestens einer der folgenden 7 Gründe, vielleicht sind es sogar mehrere in Kombination. Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, welcher Punkt bei dir ins Schwarze trifft. 

1. Vielfalt an Optionen

Grund Nummer eins ist die endlose Vielfalt an Optionen, die charakteristisch ist für unsere Zeit. Angesichts unzähliger Möglichkeiten verlieren wir manchmal verständlicherweise den Fokus. Wenn wir im Supermarkt vor dem Müsliregal stehen, haben wir die Auswahl zwischen 100 verschiedenen Sorten. Um hier die richtige zu finden, die deinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht, brauchst du Zeit und du musst genau hinsehen. Das kann schnell überwältigend sein. Auch weil es immer wieder neue Müslis-Sorten im Angebot gibt, die verführerisch wirken und Bedürfnisse wecken, die du zuvor gar nicht hattest.

2. Ängste und Unsicherheiten

Grund Nummer zwei: Ängste und Unsicherheiten. Viele Menschen befürchten, zu scheitern oder zu versagen, wenn sie einen bestimmten Weg einschlagen. Sie haben Angst, einen Fehler zu machen, oder Angst davor, wie andere reagieren könnten. Vielleicht träumst du beispielsweise davon, auf Social Media erfolgreich zu sein oder deine eigene Kunstausstellung zu eröffnen, aber die Angst vor Ablehnung hält dich zurück. Lieber bleibst du in deiner Komfortzone und vermeidest mögliche negative Konsequenzen. Was du damit natürlich zu 100% ausschließt, ist jegliche positive Konsequenz. 

Isabelle Müller-Pál

Selbstverwirklichung mit Mentaltraining

3. Gesellschaftlicher Druck

Der dritte Grund ist gesellschaftlicher Druck. Oft werden unsere Leidenschaften und Träume von den Erwartungen anderer im Keim erstickt: sei es Familie, Freunde oder die Gesellschaft. Vielleicht haben deine Eltern beispielsweise die Erwartung oder auch nur Hoffnung, dass du in der Finanzbranche erfolgreich wirst, dein Herz aber schreit danach, dich um die Gesundheit von Menschen zu kümmern. Druck von außen kann dich schnell von deinem wahren Weg abbringen und der Grund sein, warum du eines Tages feststellst: „Ich bin hier eigentlich komplett falsch.“

4. Mangel an Selbstreflexion

Der vierte Grund, warum viele Menschen nicht wissen was sie wollen, ist ein Mangel an Selbstreflexion. Sie haben sich in ihrem Leben nie die Zeit genommen, sich zu fragen, was ihnen wichtig ist. Welche Wünsche und Träume sie in sich tragen, die gelebt werden wollen. Das passiert schnell, wenn wir täglich pflichtbewusst in To-do-Listen denken und im Hamsterrad umherrennen. Die Sache mit dem Hamsterrad aber ist: Es ist links und rechts offen. Du bist jederzeit frei, einen Schritt hinauszutreten, um bewusst darüber nachzudenken, ob das, was du tagein, tagaus machst, überhaupt das ist, was du willst. 

5. Mangel an Erfahrung

Grund Nummer fünf: Manchmal wissen wir nicht, was wir wollen, weil uns praktische Erlebnisse fehlen. So kann zum Beispiel jemand, der nie in den Bergen war, nicht wissen, ob er sich dort möglicherweise wie angekommen fühlt. Erfahrungen formen unsere Präferenzen. Du musst verschiedene Dinge ausprobieren, um erkennen zu können, was dir gefällt. Je mehr Erfahrungen du gesammelt hast, umso natürlicher fällt dir eine Entscheidung und du erkennst, welcher Weg es wert ist, ihn näher zu verfolgen. 

6. Schlechte emotionale Selbstwahrnehmung

Der sechste Grund ist eine schlechte Selbstwahrnehmung, das bedeutet: ein mangelnder Zugang zu den eigenen Emotionen. Wenn du deine Gefühle nicht oder nur schwer wahrnehmen kannst, hast du auch Schwierigkeiten, wahrzunehmen, was du willst. Entscheidungen sind immer an die Gefühlswelt gekoppelt, selbst die vermeintlich rationalen. Der Zugang zu den eigenen Emotionen kann wie „verschüttet“ oder „versperrt“ sein, wenn du deine Bedürfnisse über lange Zeit ignoriert hast und überwiegend rational durchs Leben gegangen bist. Manchmal ist dieses Verhalten auch eine Schutzstrategie des Gehirns in Folge einer früheren Verletzung, im Sinne von: Lieber fühle ich allgemein weniger, als noch einmal so verletzt zu werden.

(siehe auch: Welche Gefühle gibt es? Liste mit 222 positiven Emotionen)

7. Perfektionismus

Grund Nummer 7 ist der Perfektionismus. Dieser Grund gaukelt dir vor, du wüsstest noch nicht, was du willst, obwohl du es eigentlich schon weißt. Du suchst nach dem perfekten Plan, dem perfekten Zeitpunkt und machst dich damit handlungsunfähig. Denn wenn du glaubst, du müsstest erst alles durchdacht haben und auf alle Möglichkeiten bestens vorbereitet sein, kommst du nicht ins Tun: Du steckst fest in der Umsetzungsstarre. Die Wahrheit ist: Du brauchst jetzt noch überhaupt nicht die ganze Treppe zu sehen. Es reicht, wenn du die erste Stufe siehst und losgehst. Und dann kommt die nächste Stufe. Und dann die nächste. Das Losgehen in Richtung deiner Selbstverwirklichung ist viel wichtiger als der vollkommene Zukunftsplan, den es sowieso nicht gibt. 

👉 5 Tipps, um herauszufinden, was du wirklich willst, liest du in diesem Blogbeitrag.

Isabelle_Mueller-Pál Klarheitsgespräch

Als Mentaltrainerin unterstütze ich dich rund um die Themen Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung – lass uns sprechen!

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