Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Aber wusstest du, dass du es auch ablegen kannst? Mithilfe von EFT, kurz für “Emotional Freedom Technique”, auch Tapping, Klopfen oder Akupressurklopfen genannt, kannst du negative Emotionen abmindern und loslassen. Die EFT Klopftechnik ist besonders geeignet bei Ängste, aber auch bei Stress, Trauer, Wut oder anderen belastenden Gefühlen. Auf diese Weise entsteht der nötige Freiraum für positive Gedanken und Gefühle. 

Ehrlich gesagt: Als ich EFT zum ersten Mal ausprobierte, in einem Seminarraum mit fünfzehn anderen Teilnehmern, in dem ich nur saß, weil eine Freundin mir begeistert von der Methode erzählt hatte, fühlte ich mich ganz schön bekloppt. “Kann man ja mal ausprobieren”, dachte ich ein wenig skeptisch, als ich mich dafür angemeldet hatte. Doch am Ende bereute ich es nicht. Ich fühlte mich, als hätte ich den heiligen Gral gefunden. Ich übertreibe nicht. 😉 

Das ist nun schon ein paar Jahre her und nach wie vor halte ich das “Klopfen”, oder Englisch “Tapping”, für eine der wirksamsten Methoden, um im Alltag besser mit negativen Emotionen umzugehen. Tapping hilft bei jeglichen unerwünschten oder unangenehmen Emotionen, zum Beispiel bei Ängsten (Flugangst, Sprechen vor großen Gruppen, irrationale Ängste usw.), bei Stress, Trauer, Wut sowie Schuld- oder Minderwertigkeitsgefühlen. Auch bei Traumata oder Depressionen kann EFT Wirkung zeigen, doch solche schweren psychischen Probleme gehören in erster Linie in die Hände eines Psychotherapeuten.  

Was ist die EFT Klopftechnik bzw. Klopfen/Tapping?

EFT ist wie Akupunktur für die Hosentasche. Du beklopfst mit deinen Fingern bestimmte Punkte entlang der Energiebahnen in deinem Körper. Bei diesen Punkten handelt es sich um die sogenannten Meridianpunkte, die sich am Kopf, Oberkörper und an den Händen befinden. Gleichzeitig fokussierst du dich auf das Gefühl, das du transformieren willst. Dieser Fokus wird unterstützt durch das Sprechen bestimmter Sätze zu deinem jeweiligen Gefühl. Du kannst dich selbst beklopfen oder eine andere Person beklopft dich.

Die Lehre der Meridiane ist ein Grundpfeiler der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und die Basis verschiedener Heilmethoden, darunter etwa auch die Akupunktur. Tapping ist am bekanntesten in Amerika, denn dort hat es seinen Ursprung: Der Psychotherapeut Dr. Roger Callahan entwickelte um 1980 die Gedankenfeldtherapie, aus der später EFT hervorging. In Amerika ist EFT seit 2012 als wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte Therapiemethode durch den größten Psychologen-Verband APA (American Psychological Association) anerkannt. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es einige Studien zu EFT (siehe hier und hier).

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Wie funktioniert die EFT Klopftechnik bzw. Klopfen/Tapping?

Während des Tappings ist es wichtig, das jeweilige Gefühl so konkret wie möglich zu benennen und es bewusst wahrzunehmen. Auf diese Weise spielen kognitive, emotionale und körperliche Stimulation zusammen. Durch das Beklopfen der Meridianpunkte kommen angestaute oder blockierte Energien im Körper wieder ins Fließen. Es wirkt wie ein Ventil, um Unerwünschtes loszulassen und zurück in die emotionale Balance zu finden. 

Die Wirkmechanismen sind bislang nicht vollständig geklärt, doch eine Hypothese ist, dass der Körper während des Tappings lernt, den gewohnten Kreislauf aus Gedanken und Gefühlen zu unterbrechen, und den Gedanken ohne die gewohnte emotionale Reaktion zu erfahren. Die körperliche Stimulation hilft dem Körper, in der sicheren Gegenwart zu bleiben, während sich die mentale Ebene mit den Bedrohungen in der Vergangenheit oder Zukunft beschäftigt. Nicht zuletzt wirkt das bewusste Wahrnehmen der Emotion, die sonst eher unterdrückt wird, befreiend. 

Was hat die EFT Klopftechnik mit positivem Denken oder Mentaltraining zu tun?

Mit unseren Gedanken erzeugen wir Gefühle, die unser Verhalten im Alltag beeinflussen und auf diese Weise zu entsprechenden Ergebnissen in unserem Leben führen. Dieser psychologische Zusammenhang ist die Grundlage des Mentaltrainings. Die selben Gedanken führen zu den selben Erfahrungen. Neue Gedanken führen zu neuen Erfahrungen. Doch neue Denk- und Verhaltensmuster können manchmal schwer zu erlernen sein, wenn die “mentale Festplatte” noch mit alten Belastungen und unerwünschten Gefühlen überladen ist. EFT bereinigt die Festplatte und schafft neuen Raum. Erst in diesem freien Raum können sich Mentaltraining und positives Denken voll entfalten.  

Mein Fazit: Ein bisschen bekloppt fühlen ist völlig in Ordnung, wenn man im Gegenzug emotionale Freiheit gewinnt. 😉

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