Eine Autobahn bei hoher Geschwindigkeit

Stress im Beruf, Stress mit der Familie, Stress in der Freizeitplanung – Stress ist so weit verbreitet in unserer Gesellschaft, dass man ihn fast für normal halten könnte. Doch woher kommt der Stress eigentlich? Warum sind manche Menschen schnell gestresst, während andere die Ruhe selbst bleiben? Und was kannst du tun, wenn du deinen Stress effektiv abbauen willst? Das und mehr erfährst du in diesem Beitrag – inklusive Selbst-Test für deine inneren Antreiber.

Stress ist in unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Er gehört irgendwie dazu und für manche von uns sogar zum guten Ton. Unser Körper sieht das allerdings anders. Für ihn ist Stress seit jeher eine kurzfristige Reaktion auf eine Gefahr von außen.

Diese Reaktion zeigt sich u.a. in einem hohen Puls und Blutdruck, angespannter Muskulatur und einer schnelleren Atmung. Das gibt uns in bedrohlichen Situationen sofort Energie und aktiviert uns für den Kampf oder die Flucht.

Langfristig jedoch kann der Körper diese Funktionen nicht aufrechterhalten. Deshalb kann andauernder Stress zu Symptomen wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlaflosigkeit oder Ohrendruck führen. Und wer auf solche Stresssignale nicht hört, läuft Gefahr, Krankheiten zu entwickeln.

Wie Stress abbauen? Mithilfe der 5 inneren Antreiber

Früher sicherte die Stressreaktion unser Überleben, wenn wir uns etwa vor Raubtieren oder anderen Feinden retten mussten. Heute sind etwa Zeitmangel, ein hoher Leistungsdruck oder Überforderung unsere Gegner. Stress kann aber auch mit unterschwelligen Faktoren zusammenhängen, z.B. zu viel Bildschirmarbeit, Straßenlärm, ein Mangel an engen Beziehungen, Sorgen oder Unzufriedenheit mit sich selbst.

Dabei gilt die unbequeme Wahrheit: Wir sind immer selbst verantwortlich für unseren Stress. Er ist selbstgemacht. Denn wir haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, zu wählen, wie wir im Inneren auf einen Stressor im Außen reagieren. Wir können ruhig bleiben, uns abgrenzen oder uns entscheiden, etwas an unserem Umständen zu verändern, sodass sie unseren Bedürfnissen entsprechen.

Stress abbauen auf mentaler Ebene

Das Geheimnis, wie du innerlich Abstand von einem äußeren Stressfaktor gewinnen kannst, liegt auf der mentalen Ebene: dort, wo der Stress entsteht. Du musst dein Stress-Gedankenmuster kennen.

Die Gedanken, die zum Stress-Empfinden führen, sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da sie durch unsere Lebenserfahrungen, oft beginnend in früher Kindheit, geprägt wurden. Deshalb fühlt sich beispielsweise Person A in kürzester Zeit angegriffen, überfordert oder gereizt, während Person B sich wundert, wie man denn so übertrieben reagieren kann.

Unbewusster Leitgedanke

Ein hilfreiches psychologisches Konzept, um die eigenen Stress-Gedankenmuster zu identifizieren, sind die fünf inneren Antreiber. Ein Antreiber ist wie ein unbewusster Leitgedanke, der dich in deinem Denken, Fühlen und Handeln steuert. Er ist immerzu am Werk, aber besonders deutlich tritt er in heraus- oder überfordernden Situationen zu Tage.

Die 5 inneren Antreiber lauten:

  1. Sei stark!
  2. Sei perfekt!
  3. Mach es allen recht!
  4. Mach schnell!
  5. Streng dich an!

(Mach den Test am Ende des Beitrags!)

Jeder Mensch besitzt Anteile dieser fünf Antreiber, wobei meist einer oder zwei besonders stark ausgeprägt sind. Sicher fallen dir gleich ein paar Situationen ein, in denen dein vorherrschender Antreiber zum Vorschein kommt. Hättest du nun einen anderen Antreiber, wären diese Situationen wahrscheinlich gar kein Thema für dich, du könntest ruhig und entspannt bleiben.

Isabelle Müller-Pál
Als Mentaltrainerin unterstütze ich dich im Umgang mit deinen Gedanken und Gefühlen – sieh dir meine Onlinekurse ab 0 € an oder schreib mir für ein kostenloses Erstgespräch.

Den Stress dort abbauen, wo er entsteht

Wenn du deine Gedankenmuster kennst, kannst du in sie eingreifen und den Stress an der Wurzel packen, noch bevor er größer und größer wird. Es ist nämlich nicht so, dass du deinen Gedanken ausgeliefert bist. Es ist auch nicht so, dass du mit einem Gedanken verwachsen bist. Zwischen dir und deinen Gedanken liegt ein Freiraum, in dem du dich jederzeit anders entscheiden kannst. In diesem Freiraum kannst du Abstand nehmen und mit positiven, konstruktiven „Ersatzgedanken“ arbeiten, die dir helfen, anders zu reagieren. Diese Ersatzgedanken kannst du z.B. mithilfe passgenauer Affirmationen, Meditation oder Journaling verinnerlichen.

Ein Beispiel: Lautet dein stärkster innerer Antreiber „Streng dich an!“, dann könnte deine Affirmation lauten: „Ich gebe mein Bestes und das genügt.“ Je mehr du diesen guten Gedanken einübst und verinnerlichst – nicht erst in der Stresssituation, sondern schon vorher! – umso leichter kannst du ihn abrufen. Er hilft dir, eine neue Erfahrung zu schaffen und deine Stressreaktion nach und nach positiv zu verändern. Mehr dazu, wie du Affirmationen nutzen kannst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Vergiss nicht bei deinem Umgang mit Stress: Viele kleine Schritte führen zum Erfolg. Sei gut zu dir selbst, hab Geduld, achte auf die kleinsten Fortschritte und feiere dich für sie!

👉 Mach den Test! Finde deine 5 inneren Antreiber.

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