Ausgebrannte Wunderkerze symbolisiert gute Vorsätze

Gute Vorsätze haben ein Ablaufdatum: Bei der Mehrheit der Deutschen halten sie gerade einmal zwischen einem und 30 Tage. Obwohl der Wunsch nach Veränderung groß war, bleibt letztlich alles beim Alten. Dass es mit der Umsetzung der guten Vorsätze nicht klappt, liegt dabei weniger an der mangelnden Willenskraft der Person, sondern viel mehr an der Art und Weise, wie sie gefasst wurden. In diesem Artikel erfährst du, warum du das Prinzip „gute Vorsätze“ getrost vergessen darfst und was du stattdessen tun kannst, um wirkliche Veränderung in dein Leben zu holen.

Dass die meisten Menschen ihre Neujahrsvorsätze nicht einhalten, liegt häufig daran, dass der Wunsch nicht als konkretes Ziel definiert wurde. „Ich will weniger Ungesundes essen“ ist eine schwammige Aussage, kein Ziel. Zudem ist es grundsätzlich schwieriger für uns, etwas zu vermeiden statt aktiv auf etwas hinzuarbeiten – daher sollten Ziele unbedingt positiv, ohne Verneinung, formuliert sein. Darüber hinaus sollte sie realistisch, messbar und mit einer übergeordneten Motivation verbunden sein. Also zum Beispiel: „Ich gehe ab sofort 3 Mal die Woche eine halbe Stunde laufen, um bis zur Hälfte des neuen Jahres mein Wunschgewicht von xx Kilo zu erreichen, weil mir meine Gesundheit wichtig ist und ich mich freier und flexibler fühlen will.“

Außerdem wichtig: Du solltest mit Rückschlägen rechnen (sie sind ganz normal und gehören zu jedem Veränderungsprozess) und dir vorab Strategien überlegen, wie du in diesen Situationen reagierst. Um die Motivation hochzuhalten, ist es außerdem hilfreich, wenn du dir Zwischenziele setzt – und diese auch gebührend zu feiern! Auch wie du sie feierst, solltest du am besten gleich am Anfang definieren.

Das Einhalten von Zielen bedeutet konkrete Planung

Klingt nach ganz schön viel Planung, oder? 😉 Ich habe eine Alternative für dich.

Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der täglichen Routine. Wie du deinen Tag verbringst, welche Gewohnheiten du pflegst, ist auf lange Sicht entscheidend. Die Summe deiner einzelnen Tage ergibt dein Leben. Deshalb: Statt des einen großen Neujahrsvorsatzes, setze dir besser täglich eine Intention.

Eine Intention ist eine bewusste Entscheidung dafür, wie du in den Tag startest. Sie beschreibt das, was du dir idealerweise von deinem Tag erhoffst und wünschst – zum Beispiel, wie du dich fühlen willst, was du erreichen willst, wie du im Umgang mit anderen Menschen sein willst, was du heute anders machen willst oder worauf du achten willst. Du kannst jeden Tag eine neue Intention wählen. Überlege dir einfach, was dir heute am wichtigsten ist.

 

Ein paar Beispiele:

  • Ich achte auf meine Gesundheit.
  • Ich bin ruhig und gelassen.
  • Ich sehe Möglichkeiten und Lösungen.
  • Ich entscheide mich heute für volle Energie.
  • Ich fokussiere mich auf die Punkte x, y und z.
  • Ich schenke meinen Mitmenschen meine volle Aufmerksamkeit.
  • Ich genieße die kleinen Augenblicke.
  • Ich bin offen für neue Ideen.
  • Ich wachse heute über mich hinaus.
 

Statt guter Vorsätze: eine tägliche Intention

Und so geht’s:

Und so setzt du dir eine Intention für deinen Tag:

1. Triff eine bewusste Entscheidung!

Sprich deine Intention laut aus oder schreib sie auf. Damit lenkst du deinen Fokus auf sie. Du wirst sehen: Je nachdem, wo du dein Fokus liegt, fühlst du dich anders und du triffst andere Entscheidungen, die dann zu anderen Ergebnissen führen. Deine Gedanken beeinflussen maßgeblich, wie du deinen Tag erlebst und am Abend auf ihn zurückblickst.

Wichtig dabei: Damit dein Unterbewusstsein die Intention aufnehmen kann, muss der Satz positiv (= ohne Verneinung) und im Präsens formuliert sein. Also nicht „Ich werde mich nicht stressen lassen“, sondern „Ich bin ruhig und entspannt“.

2. Fühl dich rein!

Damit deine Intention wirken kann, brauchst du die Gefühlsebene. Halte daher einen Moment inne und frage dich: Wie fühlt sich das an, wenn deine Intention eintritt? Was löst das in dir aus? Spiel die Szenen im Kopf durch. Lass deine Fantasie auf Reise gehen. Versuche, für einen Moment so zu empfinden, als wäre dein Wunsch bereits Wirklichkeit. Wenn du dich emotional einstimmst auf das, was du gerne in deinem Leben erschaffen möchtest, steigerst du die Wahrscheinlichkeit, dass es dir gelingt, um ein Vielfaches.

Für die beiden Schritte brauchst du nicht mehr als zehn Minuten einzuplanen, aber je länger und intensiver du dich deiner Intention widmest, umso besser.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen täglichen Intentionen. Schreib mir gerne, wie deine Erfahrungen sind oder wenn du Fragen hast! 💌

 
Porträt Isabelle Müller-Pál

Als Mentaltrainerin unterstütze ich dich im Umgang mit deinen Gedanken und Gefühlen – sieh dir meine Onlinekurse an oder schreib mir für ein kostenloses Erstgespräch.

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