Authentisch sein - wie geht das - Header

In einer Gesellschaft, die von perfekt anmutenden Social-Media-Profilen, dem Streben nach Selbstoptimierung und Selbstdarstellung geprägt ist, ist Authentizität selten geworden. Gleichzeitig sehnen wir uns nach dem Echten und empfinden Menschen, die natürlich und wahrhaftig wirken, oft als besonders sympathisch. In diesem Blogbeitrag erfährst du, was Authentizität mit Glücklichsein zu tun hat, woran du erkennst, dass du nicht authentisch bist und wie du es schaffst, authentisch zu sein.

Was bedeutet authentisch sein?

Authentisch sein bedeutet, im Einklang mit sich selbst zu sein und seine wahren Gedanken, Gefühle und Werte auszudrücken, ohne sich dabei zu verstellen oder anzupassen. Es geht darum, ehrlich und aufrichtig zu sein, sowohl zu sich selbst als auch zu anderen. Wer authentisch ist, steht zu sich und lebt seine wahre Identität, statt sich hinter einer Maske zu verstecken oder eine Fassade aufrechtzuerhalten.

Isabelle Müller-Pál

Selbstverwirklichung mit Mentaltraining

Warum ist es wichtig, authentisch zu sein?

Erfüllte Beziehungen

Authentizität ist wichtig, um ein erfülltes Leben zu führen. Wir brauchen Beziehungen zu anderen Menschen, um glücklich und gesund zu sein. Wenn ich mich nicht als die Person akzeptiere und zeige, die ich bin, mitsamt meiner Eigenheiten und Schwächen, können andere Menschen mich nicht wirklich sehen und wertschätzen. Sie kennen dann nur die Maske, die ich mir aufgesetzt habe – nicht mich.

Solche Beziehungen sind instabil und oberflächlich. Sie können das Gefühl von Einsamkeit oder Trennung hervorrufen oder verstärken, da wir spüren: Ich werde nicht gesehen. Ich werde nicht akzeptiert. Ich werde nicht wertgeschätzt. Wonach wir uns sehnen, sind tiefe, bedeutungsvolle und ehrliche Beziehungen, in denen wir Vertrauen und Wertschätzung erfahren.

Individuelle Entscheidungen und Abgrenzung

Doch auch unabhängig von anderen Menschen ist es wichtig, zu wissen, wer ich bin und was ich will. Denn deine Lebensentscheidungen – wie etwa die Wahl deines Jobs, deines Wohnorts und wie du deine Freizeit verbringst – hängen davon ab, wie gut du dich kennst und dir erlaubst, deine Werte und Bedürfnisse zu leben. Je genauer du weißt, wer du bist, umso leichter fällt es dir, dich abzugrenzen – von Situationen, Normen und Erwartungen, die nicht zu dir passen. Dein Leben ist die Summe deiner Entscheidungen und du solltest es so gestalten, dass es dir entspricht.

Innere Ruhe und Gelassenheit

Nicht zuletzt führt Authentizität zu einem Gefühl innerer Ruhe und Gelassenheit. Denn das ständige Anpassen und Verstellen, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden, ist anstrengend und kostet jede Menge Energie. Wenn du dich dafür entscheidest, authentisch zu sein, befreist du dich von der Belastung, eine Rolle spielen zu müssen. Du bleibst bei dir und kannst einfach du selbst sein.

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Woran erkenne ich, dass ich nicht authentisch bin?

Es gibt einige Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass du möglicherweise nicht dein authentisches Ich lebst.

  • Inkongruenz: Du fühlst dich unwohl oder gestresst, da das, was du sagst oder was du tust, nicht mit deinen inneren Überzeugungen, Werten oder Gefühlen übereinstimmt.

  • Mangelnde Abgrenzung bzw. Anpassung an Erwartungen anderer (People Pleasing): Du richtest dein Verhalten und Auftreten stark nach den Erwartungen und Vorstellungen anderer Menschen aus, anstatt deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen. Du versuchst, anderen zu gefallen, anstatt deine eigene Meinung und Identität auszudrücken.

  • Sehnsucht nach Alleinsein: Wenn du eine starke Sehnsucht nach Alleinsein verspürst, kann das mit einer übermäßigen Anpassung an deine Umwelt zusammenhängen. Da deine Antennen die ganze Zeit auf andere Menschen ausgerichtet sind, verlierst du die Verbindung zu dir selbst. Erst dann, wenn du alleine bist, kannst du dich selbst wieder wahrnehmen und spüren.

  • Fehlende Echtheit in Beziehungen: Du hast das Gefühl, dass du dich in Beziehungen nicht wirklich öffnen oder dich so zeigen kannst, wie du wirklich bist. Du hältst einen Teil von dir verborgen, verstellst oder verbiegst dich, um Ablehnung oder Konflikte zu vermeiden.

  • Unzufriedenheit: Du fühlst dich unzufrieden oder unglücklich, obwohl äußerlich alles in Ordnung zu sein scheint. Es fehlt dir an Lebendigkeit oder Erfüllung, weil du deine wahren Gefühle und Bedürfnisse nicht berücksichtigst und dein wahres Ich nicht zum Ausdruck bringst.

  • Auf Autopilot: Du hast wenig Bewusstsein über deine eigenen Werte, Überzeugungen und Bedürfnisse. Du handelst und lebst tag ein, tag aus wie auf Autopilot, ohne einmal innezuhalten, dich tiefer mit dir selbst auseinanderzusetzen und dein Leben zu reflektieren.
Isabelle Müller-Pál

Selbstverwirklichung mit Mentaltraining

Wie kann ich authentischer sein? 5 Tipps für mehr Authentizität

  1. Sei ehrlich zu dir selbst über deine Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche. Vermeide es, dich zu verstellen oder dich anzupassen, um anderen zu gefallen. Die Abgrenzung von Situationen oder Menschen, die dir nicht guttun, ist nicht egoistisch, sondern notwendig für ein erfülltes Leben. Indem du deine eigenen Gedanken und Gefühle nicht übergehst, sondern ernst nimmst und entsprechend handelst, lebst du authentischer.

  2. Selbstreflexion: Nimm dir Zeit, dich selbst besser kennenzulernen. Finde heraus, welche Werte, Überzeugungen und Ziele dir wichtig sind. Akzeptiere sowohl deine Stärken als auch deine Schwächen. Frage dich, was dich einzigartig macht und wie du deine Portion Lebenszeit verbringen willst. Je besser du dich selbst kennst und verstehst, desto einfacher ist es, du selbst zu sein.

  3. Höre auf deine Intuition: Oft wissen wir intuitiv, was für uns richtig ist. Lerne, auf deine innere Stimme (dein Bauchgefühl, dein Herz) zu hören und ihr zu vertrauen. Indem du dich mehr von deiner Intuition als ausschließlich von deinem Verstand leiten lässt, wirst du authentischere Entscheidungen treffen.

  4. Hab den Mut, dich verletzlich zu zeigen: Authentizität erfordert Mut. Sei bereit, dich verletzlich zu zeigen und deine wahre Meinung, Gedanken oder Gefühle zu kommunizieren, selbst wenn es vielleicht ungewohnt oder unbequem für dich ist. Wenn du dich anderen gegenüber öffnest und auch mal deine Schwächen, Unsicherheiten oder Ängste mit ihnen teilst, lädst du sie ein, dasselbe zu tun – so kann eine tiefere Verbindung entstehen.

  5. Lebe im Einklang mit deinen Werten: Identifiziere deine persönlichen Werte; sie sind wie ein innerer Kompass, der dir bei allen Entscheidungen die Richtung weist. Achte darauf, dass deine Kommunikation und dein Verhalten mit deinen Werten übereinstimmen – das schafft ein Gefühl von Kohärenz und Wahrhaftigkeit.

Es ist wichtig zu beachten, dass Authentizität nicht immer gleich aussieht und ein fortlaufender Prozess ist. Deine Denkweisen, Werte und Bedürfnisse verändern sich im Laufe deines Lebens, daher kann dein wahres Selbst heute anders aussehen als noch vor fünf, zehn oder 15 Jahren. Das Wichtigste ist deine Bereitschaft zur Ehrlichkeit mit dir selbst. Erlaube dir, du selbst zu sein und dein Leben nach deinen Maßstäben zu gestalten – denn andernfalls führst du das Leben eines anderen.

Isabelle_Mueller-Pál Klarheitsgespräch

Als Mentaltrainerin unterstütze ich dich rund um die Themen Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung – lass uns sprechen!

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